Die Frage, welches Hundefutter nun das beste ist, lässt sich nicht einfach so beantworten. Warum? Weil die perfekte Wahl ganz individuell von Ihrem Hund abhängt. Es gibt nicht das eine Futter, das für alle passt. Aber es gibt definitiv das beste Futter für die ganz speziellen Bedürfnisse Ihres Vierbeiners – und dieser Guide hilft Ihnen dabei, genau das zu finden.
Das beste Hundefutter für Ihren Hund bestimmen
Die Suche nach dem idealen Futter kann einen schon mal überfordern. Statt Sie mit endlosen Produktlisten zu überschwemmen, schauen wir uns lieber die entscheidenden Unterschiede zwischen den Fütterungsarten an. So zeige ich Ihnen, wie Sie eine gute, fundierte Entscheidung treffen, die zum Lebensstil von Ihnen beiden passt.
Ähnlich wie bei uns Menschen, wo ein DNA Test für Ernährung als persönlicher Wegweiser zur optimalen Ernährung aufzeigen kann, was guttut, ist es auch beim Hund entscheidend, die Ernährung auf die individuellen Bedürfnisse abzustimmen. Gerade in der Schweiz ist der Markt für Hundefutter riesig und vielfältig. Viele Hundebesitzer stehen vor der Wahl zwischen bekannten Marken, speziellem Futter vom Tierarzt oder Trends wie dem Barfen.
Dass die Wahl stark vom Futtertyp und den persönlichen Vorlieben abhängt, sieht man auch daran, dass bei Trockenfutter oft andere Marken bevorzugt werden als bei Nassfutter. Es gibt einfach nicht den einen klaren Favoriten für alle.
Schnellübersicht der Futterarten im Vergleich
Um Ihnen eine erste Orientierung zu geben, fasst diese Tabelle die wichtigsten Merkmale von Trocken-, Nass- und BARF-Futter zusammen. So können Sie die Vor- und Nachteile auf einen Blick erfassen.
Schnellübersicht der futterarten im vergleich
| Futterart | Hauptvorteil | Hauptnachteil | Praktisches Beispiel & Empfehlung |
|---|---|---|---|
| Trockenfutter | Praktisch, lange haltbar, gut für die Zähne | Geringer Feuchtigkeitsgehalt, oft Füllstoffe | Ideal für den aktiven Border Collie auf Reisen. Empfehlung: Ein Sack im Kofferraum ist immer bereit. |
| Nassfutter | Hoher Feuchtigkeitsgehalt, sehr schmackhaft | Kürzere Haltbarkeit, kann teurer sein | Perfekt für den trinkfaulen Mops. Empfehlung: Eine Mahlzeit deckt einen Teil des Flüssigkeitsbedarfs. |
| BARF | Maximale Kontrolle über Zutaten, naturnah | Hoher Aufwand, Risiko für Nährstoffmängel | Die beste Lösung für den allergischen Labrador. Empfehlung: Starten Sie mit einem fertigen BARF-Plan. |
Diese Übersicht ist ein guter Startpunkt. Wenn Sie tiefer einsteigen möchten, um die beste Wahl für Ihre Situation zu treffen, hilft Ihnen ein detaillierterer Einblick, wie man das beste Hundefutter in der Schweiz findet, sicher weiter.
Die Qualität von Hundefutter richtig bewerten
Um das beste Futter für Ihren Vierbeiner zu finden, müssen Sie lernen, hinter die glänzenden Verpackungen und cleveren Werbesprüche zu schauen. Der Schlüssel dazu liegt in der Zutatenliste – sie ist die ehrlichste Auskunft über die tatsächliche Qualität. Mit ein wenig Übung wird es Ihnen ganz leichtfallen, ein hochwertiges Produkt von einem minderwertigen zu unterscheiden.
Der wichtigste Anhaltspunkt für gutes Hundefutter ist ein hoher Anteil an hochwertigem, tierischem Protein. Vergessen Sie nicht: Hunde sind von Natur aus Fleischfresser, und ihr Verdauungssystem ist genau darauf ausgelegt. Achten Sie also immer darauf, dass Fleisch ganz oben auf der Zutatenliste steht.
Zutatenliste entschlüsseln wie ein Profi
Die Art, wie die Inhaltsstoffe deklariert werden, verrät unheimlich viel über den Hersteller und seine Philosophie. Im Grunde gibt es zwei Methoden: die offene und die geschlossene Deklaration. Den Unterschied zu kennen, ist entscheidend, um die Qualität eines Futters wirklich beurteilen zu können.
Eine offene Deklaration ist fast immer ein Zeichen von Qualität. Hier wird jede einzelne Zutat präzise und nachvollziehbar aufgelistet.
- So sieht eine gute, offene Deklaration aus: „Frisches Hühnerfleisch (25 %), getrocknetes Entenprotein (15 %), Süsskartoffeln (12 %), Erbsen, Hühnerfett…“
- Woran Sie es erkennen: Sie wissen ganz genau, welches Fleisch in welcher Form und Menge drin ist. Diese Transparenz schafft Vertrauen. Praktische Empfehlung: Suchen Sie nach Marken, die nicht nur die Tierart, sondern auch den Teil des Tieres (z.B. „Hühnerherzen“) angeben.
Im Gegensatz dazu verschleiert die geschlossene Deklaration die genauen Bestandteile. Hier werden Zutaten einfach in schwammigen Gruppen zusammengefasst.
- Ein Beispiel für eine schlechte, geschlossene Deklaration: „Getreide, Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse, Öle und Fette…“
- Woran Sie es erkennen: Sie haben keine Ahnung, welche Getreidesorte oder welches Tier verarbeitet wurde. Hinter „tierischen Nebenerzeugnissen“ können sich leider oft minderwertige Schlachtabfälle wie Hufe, Federn oder Schnäbel verbergen.
Mein Tipp aus der Praxis: Greifen Sie immer zu einem Futter mit offener Deklaration. Nur so behalten Sie die volle Kontrolle und wissen, was wirklich im Napf Ihres Hundes landet. Eine Marke, die sich diese Mühe macht, hat meist auch bei der Qualität der Rohstoffe höhere Ansprüche.
Analysewerte richtig interpretieren
Neben der Zutatenliste finden Sie auf jeder Verpackung auch eine Tabelle mit den „analytischen Bestandteilen“. Diese Zahlen geben zwar Auskunft über die Nährstoffzusammensetzung, sind aber ohne den richtigen Kontext nur schwer zu deuten.
- Rohprotein: Dieser Wert zeigt den Gesamtproteingehalt, verrät aber nichts über die Qualität oder Verdaulichkeit. Hohe Werte können leider auch durch billige pflanzliche Proteine wie Soja oder schwer verdauliche tierische Teile wie Bindegewebe künstlich in die Höhe getrieben werden. Praktische Empfehlung: Ein Rohproteinwert von 20-30 % ist für die meisten erwachsenen Hunde gut, aber nur in Kombination mit einer offenen Deklaration aussagekräftig.
- Rohfett: Fette sind extrem wichtige Energielieferanten. Achten Sie auf hochwertige Quellen wie Lachsöl oder Geflügelfett, denn diese liefern essenzielle Omega-Fettsäuren für Haut und Fell.
- Rohfaser: Das sind unverdauliche Pflanzenfasern, die für eine gesunde Verdauung und eine gute Darmtätigkeit wichtig sind. Ein Anteil von 2-4 % ist für die meisten Hunde ideal.
- Rohasche: Der Name klingt etwas seltsam, beschreibt aber schlicht den Anteil an Mineralstoffen im Futter. Ein zu hoher Wert (deutlich über 10 %) kann ein Indiz dafür sein, dass viele Knochen mitverarbeitet wurden.
Sinnvolle Zusatzstoffe erkennen
Zusatzstoffe haben oft einen schlechten Ruf, aber viele sind absolut notwendig. Vitamine (wie Vitamin A, D, E) und Mineralstoffe (wie Zink und Kupfer) müssen oft zugesetzt werden, um ein Futter zu einem vollwertigen Alleinfuttermittel zu machen.
Vorsicht ist jedoch bei künstlichen Zusätzen geboten. Halten Sie Ausschau nach natürlichen Alternativen:
| Statt künstlicher Konservierungsstoffe | Natürliche Alternativen |
|---|---|
| BHA, BHT, Ethoxyquin | Tocopherole (Vitamin E), Rosmarinextrakt |
Auch funktionale, natürliche Ergänzungen können die Gesundheit Ihres Hundes gezielt unterstützen. Zutaten wie Zeolith können beispielsweise helfen, Schadstoffe im Darm zu binden und die Verdauung zu regulieren. Das merkt man oft an einer besseren Kotkonsistenz und einem gesteigerten Wohlbefinden. Solche durchdachten Zusätze sind häufig ein Zeichen für ein wirklich hochwertiges Futterkonzept. Praktische Empfehlung: Für einen Hund mit Neigung zu weichem Kot kann ein Futter mit Zeolith-Zusatz einen deutlichen Unterschied machen.
Mit diesem Wissen sind Sie bestens gerüstet, um die Spreu vom Weizen zu trennen und eine fundierte Entscheidung für die Gesundheit Ihres Hundes zu treffen.
Trockenfutter, Nassfutter und BARF im Detailvergleich
Die Frage, ob Trockenfutter, Nassfutter oder BARF das Richtige ist, hängt ganz von Ihrem Alltag, den Bedürfnissen Ihres Hundes und Ihren persönlichen Vorstellungen ab. Statt abstrakter Pro- und Kontra-Listen schauen wir uns lieber an, welche Fütterungsart in welcher Lebenssituation wirklich Sinn macht. Denn jede hat ihre Berechtigung.
Nehmen wir mal den Besitzer eines energiegeladenen Australian Shepherds, der viel draussen ist und am Wochenende gerne mal verreist. Für ihn ist ein hochwertiges Trockenfutter Gold wert. Es ist leicht, einfach zu lagern und unkompliziert zu portionieren – einfach perfekt für einen aktiven Lebensstil.
Ganz anders sieht es bei einem älteren Mops mit Zahnproblemen aus, der ohnehin schon wenig trinkt. Hier ist Nassfutter die klar bessere Wahl. Der hohe Feuchtigkeitsgehalt unterstützt den Wasserhaushalt, und die weiche Konsistenz macht ihm das Fressen viel leichter.
Der Lebensstil als entscheidender Faktor
Ganz ehrlich: Die beste Ernährung nützt nichts, wenn sie nicht zu Ihrem Leben passt und auf Dauer zur Last wird. BARF (Biologisch Artgerechte Rohfütterung) ist dafür das beste Beispiel. Es gibt Ihnen die maximale Kontrolle über jede einzelne Zutat, was es für viele Hunde mit schweren Allergien zur ersten Wahl macht.
Als Halter wissen Sie exakt, was im Napf landet, und können problematische Zutaten gezielt weglassen. Das hat aber seinen Preis: Man braucht Wissen über Nährstoffbedarf, ordentlich Platz im Gefrierschrank und Zeit für die Zubereitung. Wenn Ihr Alltag schon vollgepackt ist, kann BARF schnell überfordern.
Der Knackpunkt ist oft die Praktikabilität: Trockenfutter gewinnt klar in Sachen Lagerung und Handhabung. BARF erfordert den grössten logistischen Aufwand. Nassfutter liegt irgendwo dazwischen.
Diese Infografik hilft Ihnen dabei, die Qualität eines Futters schnell einzuschätzen – egal, ob trocken, nass oder roh.

Die Grafik macht deutlich: Eine offene Deklaration und ein hoher, klar definierter Fleischanteil sind das A und O bei gutem Futter.
Um die Entscheidung weiter zu erleichtern, haben wir die drei Futterarten in einer Tabelle gegenübergestellt, die auf die wichtigsten Alltagsfaktoren eingeht.
Detaillierter Futtervergleich nach Anwendungsfall
| Kriterium | Trockenfutter | Nassfutter | BARF |
|---|---|---|---|
| Kosten | Günstigste Variante, besonders bei grossen Säcken. | Mittlere bis hohe Kosten pro Mahlzeit. | Kann günstig (Direktkauf) bis sehr teuer (Fertigmenüs) sein. |
| Lagerung & Haltbarkeit | Sehr einfach, lange haltbar, platzsparend. | Geöffnet nur kurz im Kühlschrank haltbar, Dosen brauchen Platz. | Benötigt viel Gefrierkapazität, aufwendige Logistik. |
| Zubereitungsaufwand | Minimal – einfach in den Napf geben. | Gering – Dose öffnen und servieren. | Hoch – Auftauen, Portionieren, Mischen, Supplementieren. |
| Ideal für… | Aktive Hunde & Halter, Reisen, unkomplizierte Fütterung. | Mäkelige Fresser, Hunde mit Zahnproblemen, „Wenig-Trinker“. | Hunde mit Allergien, Halter mit Zeit & Wissen, maximale Kontrolle. |
| Flüssigkeitszufuhr | Gering (ca. 10 %). Ausreichend Wasser muss bereitstehen. | Hoch (oft über 80 %). Unterstützt den Wasserhaushalt ideal. | Natürlich hoch, da rohes Fleisch viel Wasser enthält. |
Die Tabelle zeigt, dass es keine pauschal „beste“ Lösung gibt. Die Wahl hängt immer von der individuellen Situation ab.
Gesundheitliche Aspekte im direkten Vergleich
Neben dem Praktischen sind natürlich die gesundheitlichen Auswirkungen entscheidend. Jeder Futtertyp hat hier seine eigenen Stärken und Schwächen.
Zahngesundheit
Trockenfutter wird oft nachgesagt, es reinige die Zähne. Der mechanische Abrieb beim Kauen der harten Kroketten kann tatsächlich helfen, Zahnbelag zu reduzieren. Bei Nassfutter oder BARF entfällt dieser Effekt, weshalb regelmässige Zahnpflege hier umso wichtiger ist. Praktische Empfehlung: Geben Sie Ihrem Hund zusätzlich natürliche Kauartikel wie Rinderkopfhaut, um die Zähne mechanisch zu reinigen.
Flüssigkeitsaufnahme
Ein riesiger Vorteil von Nassfutter ist der hohe Feuchtigkeitsgehalt von oft über 80 %. Das ist super für die Nierenfunktion und ideal für Hunde, die von sich aus wenig trinken. Trockenfutter kommt nur auf etwa 10 % Feuchtigkeit – hier muss immer ein voller Wassernapf danebenstehen.
Verdauung und Verträglichkeit
BARF gilt als die naturnahste Fütterung und wird von Hunden mit robuster Verdauung oft hervorragend vertragen. Stellt man es aber falsch zusammen, drohen Nährstoffmängel oder Keimbelastungen. Hochwertiges Nassfutter ist meist sehr leicht verdaulich. Trockenfutter kann bei sensiblen Hunden wegen des hohen Verarbeitungsgrades oder Getreideanteilen manchmal zu Problemen führen. Mehr dazu erfahren Sie in unserem Beitrag über den Unterschied zwischen Nassfutter und Trockenfutter.
Ein Blick auf die Kosten und den Aufwand
Das liebe Geld spielt natürlich auch eine Rolle. Hier gibt es teils erhebliche Unterschiede, die man im Blick haben sollte.
- Trockenfutter ist fast immer die günstigste Option, vor allem, wenn man grosse Säcke kauft.
- Nassfutter ist pro Mahlzeit meist teurer. Das liegt am hohen Fleisch- und Feuchtigkeitsanteil und an der aufwendigeren Verpackung.
- BARF kann preislich stark schwanken. Wer Fleisch direkt ab Hof oder in grossen Mengen kauft, fährt unter Umständen günstiger als mit Premium-Nassfutter. Fertige BARF-Menüs hingegen können richtig ins Geld gehen.
Am Ende gibt es keine falsche Antwort. Die beste Fütterung ist die, die zur Gesundheit Ihres Hundes, zu Ihrem Lebensstil und zu Ihrem Budget passt. Seien Sie ehrlich zu sich selbst, was Sie leisten können und wollen – dann treffen Sie auch eine nachhaltige Entscheidung für Ihren Vierbeiner.
Die Fütterung an Lebensphasen und Gesundheit anpassen
Die Bedürfnisse Ihres Hundes sind nicht in Stein gemeisselt. Genauso wie ein Baby andere Nahrung braucht als ein Teenager oder ein Senior, wandelt sich auch der Nährstoffbedarf Ihres Lieblings mit der Zeit. Die Frage «Welches Hundefutter ist das beste?» muss deshalb immer wieder neu beantwortet werden – abgestimmt auf die aktuelle Lebensphase und den Gesundheitszustand.
Ein junger, verspielter Welpe hat einen enormen Energie- und Nährstoffbedarf, um Knochen, Muskeln und Organe aufzubauen. Ein älterer Hundesenior hingegen bewegt sich weniger, sein Stoffwechsel wird träger und er profitiert von einer kalorienreduzierten Kost, die gleichzeitig seine Gelenke schont.

Futter für jede Lebensphase
Das Futter ans Alter anzupassen, ist einer der wichtigsten Schritte, um die Gesundheit Ihres Hundes langfristig zu sichern. Die Futterindustrie bietet zum Glück spezielle Produkte, die genau auf die jeweiligen Bedürfnisse zugeschnitten sind.
- Welpen (Puppy): Welpenfutter ist besonders energiereich und enthält mehr Proteine, Kalzium und Phosphor. Diese Bausteine sind entscheidend für ein gesundes Wachstum und einen stabilen Knochenbau. Praktische Empfehlung: Achten Sie bei Welpen grosser Rassen auf ein Futter, das ein langsames Wachstum fördert, um Gelenkproblemen vorzubeugen.
- Erwachsene Hunde (Adult): Futter für ausgewachsene Hunde ist darauf ausgelegt, das Idealgewicht zu halten und den Energiebedarf bei normaler Aktivität zu decken. Die Nährstoffe sind hier so ausbalanciert, dass alle Körperfunktionen optimal unterstützt werden.
- Senioren (Senior): Ältere Hunde brauchen weniger Kalorien, um Übergewicht zu vermeiden. Senior-Futter enthält oft Zusätze wie Glucosamin und Chondroitin zur Unterstützung der Gelenke und hat angepasste Protein- und Fettgehalte, um die Organe zu entlasten. Praktische Empfehlung: Wenn Ihr Senior-Hund schlecht frisst, kann leicht erwärmtes Nassfutter durch den intensiveren Geruch den Appetit anregen.
Aus der Praxis: Ein Golden-Retriever-Welpe braucht bis zu doppelt so viele Kalorien pro Kilogramm Körpergewicht wie sein ausgewachsener Artgenosse. Ein Senior-Futter wäre für ihn völlig unzureichend und könnte im schlimmsten Fall sogar zu Wachstumsstörungen führen.
Anpassung an Rasse und Grösse
Nicht nur das Alter, auch die Rasse spielt eine riesige Rolle. Die Anforderungen eines Chihuahuas sind grundlegend anders als die einer Deutschen Dogge – und das geht weit über die reine Futtermenge hinaus. Schon die Krokettengrösse muss zum Gebiss passen, damit das Kauen gefördert und die Zähne gepflegt werden.
Dazu kommen rassespezifische Anfälligkeiten, die man mit der Ernährung positiv beeinflussen kann. Ein Labrador neigt beispielsweise schnell zu Übergewicht. Hier kann ein Futter mit moderatem Fettgehalt und L-Carnitin zur Anregung des Stoffwechsels sinnvoll sein. Die grosse Beliebtheit von Rassen wie dem Chihuahua in der Schweiz hat übrigens dazu geführt, dass Hersteller vermehrt Futter mit extra kleinen Kroketten anbieten. Offizielle Statistiken zeigen, dass die Zahl registrierter Hunde in der Schweiz 2022 auf rund 544’459 gestiegen ist, was die Nachfrage nach Spezialfutter weiter antreibt. Das zeigt: „Das beste Hundefutter“ kann oft auch ein rassespezifisches sein.
Spezielle Bedürfnisse bei gesundheitlichen Problemen
Besondere Aufmerksamkeit ist gefragt, wenn gesundheitliche Probleme dazukommen. Übergewicht, Allergien oder Verdauungsstörungen sind häufige Baustellen, bei denen das richtige Futter einen enormen Unterschied machen kann.
Übergewicht
Ein paar Kilo zu viel belasten Gelenke, Herz und Kreislauf. Ein spezielles Diätfutter ist hier die richtige Wahl. Es hat weniger Fett, aber einen hohen Faseranteil, der für ein langes Sättigungsgefühl sorgt. Ein hoher Proteingehalt hilft gleichzeitig dabei, die Muskulatur zu erhalten. Praktische Empfehlung: Ersetzen Sie einen Teil der Leckerlis durch kalorienarme Alternativen wie Karottenstücke oder Gurkenscheiben.
Futtermittelallergien und Unverträglichkeiten
Juckreiz, Hautentzündungen oder ständige Verdauungsprobleme sind oft typische Anzeichen für eine Futtermittelallergie. Meistens reagieren Hunde auf gängige Proteinquellen wie Rind oder Huhn. Um den Übeltäter zu finden, ist eine Eliminationsdiät die Methode der Wahl.
So funktioniert eine Eliminationsdiät in der Praxis:
- Neue Proteinquelle wählen: Sie suchen ein Futter mit einer einzigen, hypoallergenen Proteinquelle aus, die Ihr Hund noch nie gefressen hat. Gut geeignet sind zum Beispiel Pferd, Insekten oder Wild.
- Strikt bleiben: Über einen Zeitraum von 8–12 Wochen füttern Sie ausschliesslich dieses Futter. Achtung: Auch Leckerlis müssen aus derselben Proteinquelle bestehen!
- Beobachten: Bessern sich die Symptome deutlich, haben Sie den Auslöser wahrscheinlich gefunden.
- Gegenprobe (optional): Um ganz sicherzugehen, können Sie nun eine winzige Menge des alten Futters geben. Treten die Symptome wieder auf, ist die Diagnose bestätigt.
Die richtige Fütterungsstrategie ist das A und O, aber auch die Häufigkeit der Mahlzeiten spielt eine Rolle. In unserem Ratgeber erfahren Sie, wie oft ein Hund gefüttert werden sollte, um die Verdauung optimal zu unterstützen. Letztendlich ist die Anpassung des Futters an die ganz persönlichen Bedürfnisse der Schlüssel zu einem langen und gesunden Hundeleben.
Die Futterumstellung erfolgreich meistern
Sie haben das passende Futter gefunden? Wunderbar! Jetzt kommt der entscheidende Teil: die Umstellung. Ein abrupter Wechsel kann den empfindlichen Magen Ihres Hundes schnell überfordern und zu Durchfall oder Blähungen führen. Der Schlüssel zum Erfolg liegt deshalb in einer schrittweisen und geduldigen Vorgehensweise.
Ein langsamer Übergang gibt dem Magen-Darm-Trakt die nötige Zeit, sich an die neue Zusammensetzung zu gewöhnen und seine Darmflora anzupassen. Das ist besonders wichtig, wenn Sie von Trocken- auf Nassfutter wechseln oder umgekehrt, da sich die Nährstoffdichte und die Art der Verdauung stark unterscheiden.
Der bewährte 7-Tage-Plan für eine sanfte Umstellung
Mit einem klaren Plan minimieren Sie das Risiko von Verdauungsproblemen und machen den Wechsel für Ihren Hund so angenehm wie möglich. In der Praxis hat sich dieser 7-Tage-Plan bestens bewährt.
So gehen Sie schrittweise vor:
- Tag 1–2: Mischen Sie 75 % des alten Futters mit 25 % des neuen Futters. Beobachten Sie Ihren Hund genau. Ist der Kotabsatz normal und wirkt er zufrieden?
- Tag 3–4: Wenn alles gut läuft, können Sie den Anteil des neuen Futters erhöhen. Die Mischung besteht nun aus 50 % altem und 50 % neuem Futter.
- Tag 5–6: Zeit für den nächsten Schritt. Füttern Sie jetzt 25 % des alten Futters gemischt mit 75 % des neuen Futters.
- Tag 7: Die Umstellung ist geschafft! Ab heute können Sie 100 % des neuen Futters füttern.
Praktische Empfehlung: Wenn Sie von einem Futter mit niedrigem Fleischanteil auf ein hochwertiges mit hohem Fleischanteil umstellen, geben Sie Ihrem Hund ruhig 10-14 Tage Zeit. Sein Verdauungssystem muss sich erst an die reichhaltigere Nahrung gewöhnen.
Fütterungsroutine und die richtige Menge bestimmen
Wie oft ein Hund gefüttert werden sollte, hängt von seinem Alter und seiner Grösse ab. Während Welpen drei bis vier kleine Mahlzeiten pro Tag brauchen, kommen die meisten erwachsenen Hunde bestens mit zwei Mahlzeiten zurecht. Eine feste Routine hilft dabei, die Verdauung zu regulieren und gibt Struktur.
Ein häufiger Fehler ist, sich blind auf die Fütterungsempfehlung auf der Verpackung zu verlassen. Diese Angaben sind immer nur Richtwerte.
Praktisches Beispiel zur Anpassung der Futtermenge:
Nehmen wir an, die Verpackung empfiehlt 300 g Futter pro Tag für Ihren 20 kg schweren Hund. Nach einigen Wochen stellen Sie aber fest, dass er leicht an Gewicht zulegt.
- Handeln Sie proaktiv: Reduzieren Sie die tägliche Menge um etwa 10 % auf 270 g.
- Beobachten Sie: Kontrollieren Sie das Gewicht nach zwei Wochen erneut.
- Anpassen: Wenn das Gewicht stabil bleibt, haben Sie die ideale Menge gefunden. Ist er immer noch etwas zu schwer, reduzieren Sie weiter in kleinen Schritten.
Die Rippen Ihres Hundes sollten unter einer dünnen Fettschicht leicht fühlbar sein, und seine Taille sollte von oben gut erkennbar sein. Das ist der beste Indikator für das Idealgewicht.
Wo Sie in der Schweiz hochwertiges Futter finden
In der Schweiz haben Sie vielfältige Möglichkeiten, das beste Hundefutter für Ihren Liebling zu finden. Lokale Fachgeschäfte wie Qualipet bieten den Vorteil einer persönlichen Beratung vor Ort.
Gleichzeitig wird der Online-Kauf immer beliebter. Anbieter wie MyPet.ch liefern direkt aus einem Schweizer Lager, was kurze Lieferzeiten von 24–72 Stunden garantiert. Zudem bieten sie flexible Zahlungsarten wie den Kauf auf Rechnung oder TWINT an, was den Einkauf herrlich unkompliziert macht.
Die wahren Kosten von gutem Hundefutter
Die Frage «Welches Hundefutter ist das beste?» ist fast immer auch eine Budgetfrage. Aber was kostet Qualität wirklich, und wie erkennt man ein faires Preis-Leistungs-Verhältnis? Sich nur am Preis pro Kilo zu orientieren, kann schnell in die Irre führen. Was zählt, sind die tatsächlichen Kosten pro Tag – und die hängen stark von der Fütterungsmenge und der Qualität der Zutaten ab.
Ein hochwertiges Futter mit viel Fleisch und ohne billige Füllstoffe wie Getreide ist im Laden natürlich teurer. Der Clou ist aber: Es sättigt viel besser. Ihr Hund braucht oft eine deutlich kleinere Portion, um alle Nährstoffe zu bekommen, die er braucht. Rechnet man das auf den Tag herunter, schmilzt der Preisunterschied oft dahin.
Ein praktischer Kostenvergleich
Stellen wir uns einen normal aktiven Hund mit 20 kg Körpergewicht vor. Schauen wir uns mal an, was die Fütterung pro Monat ungefähr kostet. Diese Zahlen sind natürlich nur Richtwerte und können je nach Marke und wo Sie einkaufen, schwanken.
Beispielrechnung für einen 20-kg-Hund (ca. Angaben):
- Günstiges Trockenfutter (viel Getreide):
- Tagesration: ca. 300 g
- Kosten pro Monat: ca. CHF 35–50
- Premium-Trockenfutter (hoher Fleischanteil):
- Tagesration: ca. 250 g
- Kosten pro Monat: ca. CHF 60–85
- BARF (Mischkalkulation aus Fleisch & Zusätzen):
- Tagesration: ca. 400 g (2 % des Körpergewichts)
- Kosten pro Monat: ca. CHF 90–140
Man sieht hier ganz gut: Der Sprung von einem Billigfutter zu einem Premium-Produkt ist oft gar nicht so gewaltig, wenn man bedenkt, wie viel mehr Nährstoffe in einer kleineren Portion stecken.
Praktische Empfehlung: Führen Sie eine einfache Rechnung durch. Teilen Sie den Preis des Futtersacks durch die Anzahl der Tage, die er reicht. Sie werden überrascht sein, wie gering der tägliche Preisunterschied zwischen „billig“ und „hochwertig“ oft ist.
Das Preis-Leistungs-Verhältnis clever optimieren
Auch bei hochwertigem Futter lässt sich sparen, ohne dass die Qualität darunter leidet. Mit ein paar einfachen Tricks können Sie Ihr Budget spürbar entlasten.
Praktische Spartipps:
- Grosse Gebinde kaufen: Ein grosser Futtersack, zum Beispiel 12 kg statt 2 kg, senkt den Preis pro Kilo oft erheblich.
- Spar-Abos nutzen: Viele Online-Shops bieten Rabatte für regelmässige Lieferungen. Das spart nicht nur Geld, sondern auch den Schlepp-Aufwand.
- Aktionen im Auge behalten: Halten Sie Ausschau nach saisonalen Rabatten oder Mengenstaffeln, um sich einen Vorrat anzulegen, wenn der Preis stimmt.
In der Schweiz geben Tierhalter im Schnitt rund 100 Franken pro Monat für Futter und Zubehör aus. Die jährlichen Kosten für einen Hund können sich so schnell auf 1’500 bis 3’000 Franken summieren. Die Wahl des Futters macht dabei einen grossen Teil aus. Wenn Sie mehr über die Kosten von Tierfutter in der Schweiz wissen möchten, können Sie hier die Details nachlesen.
Häufig gestellte fragen zur hundefütterung
Die Wahl des richtigen Futters wirft bei vielen Hundebesitzern Fragen auf. Kein Wunder, denn schliesslich wollen wir nur das Beste für unseren Vierbeiner. Hier finden Sie klare und praxisnahe Antworten auf die häufigsten Unsicherheiten, die im Alltag auftauchen.
Wie viel Futter braucht mein Hund wirklich?
Die Fütterungsempfehlung auf der Verpackung ist ein guter Startpunkt, aber eben nur das: ein Anhaltspunkt. Die wirklich passende Menge hängt von so vielen Faktoren ab – Rasse, Alter, ob er kastriert ist und vor allem, wie aktiv Ihr Hund durchs Leben geht.
Stellen Sie sich einen agilen Border Collie vor, der täglich kilometerweit rennt. Er verbrennt natürlich viel mehr Kalorien als ein gleich schwerer Basset Hound, dessen Leidenschaft eher gemütliche Schläfchen auf dem Sofa sind. Der beste Indikator ist Ihr Hund selbst. Fahren Sie sanft über seine Rippen: Sie sollten sie gut fühlen können, aber sie dürfen nicht hervorstehen. Ein Blick von oben sollte eine klare Taille zeigen. Stimmt die Figur, passt die Menge. Wenn nicht, passen Sie die Ration in kleinen Schritten an, bis sich das Idealgewicht einpendelt.
Ist getreidefreies Futter immer die bessere Wahl?
Nicht zwangsläufig. Die Idee, dass getreidefrei pauschal besser ist, hält sich hartnäckig, ist aber so nicht ganz richtig. Viele Hunde vertragen hochwertiges Getreide ohne Probleme. Praktische Empfehlung: Wenn Ihr Hund keine Probleme zeigt, ist ein Futter mit gut aufgeschlossenem Getreide wie Reis oder Hafer völlig in Ordnung. Bei Juckreiz oder Verdauungsproblemen ist der Wechsel auf eine getreidefreie Variante jedoch ein sinnvoller erster Schritt.
Problematisch wird es erst, wenn billiges Getreide als reiner Füllstoff dient und die Fleischqualität darunter leidet. Für einen Hund mit einer diagnostizierten Getreideallergie oder einem wirklich empfindlichen Magen ist getreidefreies Futter aber absolut die richtige Entscheidung. Alternativen wie Süsskartoffeln oder Erbsen sind hier oft eine super Grundlage.
Kann ich zwischen Trocken- und Nassfutter wechseln?
Ja, das geht, aber mit etwas Fingerspitzengefühl. Sie können die Futterarten sogar mischen, sei es im selben Napf oder zu verschiedenen Tageszeiten. Beachten Sie aber, dass Trocken- und Nassfutter ganz unterschiedliche Nährstoffdichten und Feuchtigkeitsgehalte haben, was die Verdauung schon mal fordern kann.
Wenn Sie zum Beispiel morgens Trockenfutter und abends Nassfutter geben, müssen Sie die Gesamtkalorien im Auge behalten, damit Ihr Hund nicht zunimmt. Praktische Empfehlung: Um die Mengen anzupassen, orientieren Sie sich an der Tagesempfehlung beider Futtersorten und geben Sie jeweils die Hälfte. Beispiel: Wenn die Empfehlung 200g Trockenfutter oder 800g Nassfutter ist, geben Sie morgens 100g Trockenfutter und abends 400g Nassfutter.
Wichtiger Hinweis: Wenn Ihr Hund Medikamente bekommt, halten Sie einen Abstand von mindestens zwei Stunden zur Fütterung ein. Das gilt besonders, wenn Sie Zusätze wie Zeolith verwenden, damit die Wirkstoffe der Medikamente auch wirklich da ankommen, wo sie sollen.
Welches Futter ist für einen sensiblen Magen am besten?
Wenn Ihr Hund zu Durchfall, Blähungen oder Grummeln neigt, hat sich ein Futter mit nur einer einzigen Proteinquelle bewährt – sogenanntes Monoprotein. Sorten wie Lamm oder Pferd sind oft viel verträglicher als ein Mix aus verschiedenen Fleischsorten. Auch Insektenprotein ist eine spannende und gut verträgliche Alternative.
Zusätzlich ist die Verdaulichkeit entscheidend. Ein hochwertiges Nassfutter wird von sensiblen Hunden oft besser toleriert als stark verarbeitetes Trockenfutter. Natürliche Helfer wie Zeolith können zusätzlich unterstützen: Sie binden überschüssige Flüssigkeit und Schadstoffe im Darm und helfen so, die Darmflora zu stabilisieren und die Kotkonsistenz zu verbessern. Praktische Empfehlung: Starten Sie bei einem sensiblen Hund mit einer kleinen Futtermenge und steigern Sie diese langsam über mehrere Tage auf die empfohlene Ration, um den Magen nicht zu überlasten.
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