Lawinenhunde – Hunde retten verschüttete im Schnee

Scheller Einsatz – Lawinenhunde retten Leben

Nach einem Lawinen Niedergang ist die Alpine Rettung Schweiz sofort vor Ort. Die Suche nach verschütteten Bergsteigern, Skifahrern und Wanderer wir nicht nur mit technischen Geräten gestartet.

 

Eine sehr erfolgreiche Möglichkeit, Verschüttete zu finden ist auch der Lawinenhund. Die Nasen der Hunde sind so fein, dass sie sogar verschüttete Opfer bis zu vier Meter unter dem Schnee erschnuppern können.

Wie werden Lawinenhunde trainiert

Der Lawinenhund Mike ist aufgeregt, er wedelt mit dem Schwanz und achtet gespannt auf den Schneehaufen in der Nähe. Der Lawinenhund freut sich auf den Einsatz und zittert vor Begeisterung.

Lukas Müller weist mit der Hand in die Richtung, wo kurz vorher ein Rucksack im Schnee vergraben wurde. Das Ziel ist es, dass der Lawinenhund Mike den Rucksack möglichst schnell finden und ausgraben soll.

Der Auftrag an den Hund startet mit dem kurzen und leisen Befehl: «Wo ist der Rucksack?», «Such!». Nun lässt Lukas Müller Mike von der Leine und dieser eilt zielstrebig auf den Schneehaufen zu. Beim Schneehaufen angekommen schnuppert er ein wenig das Gebiet ab und schon beginnt er mit den Vorderpfoten zu graben.

Dabei fliegen Schneestücke durch die Luft. Müller ist hinterhergeeilt und gräbt an derselben Position zusätzlich mit einer Schaufel. Schon nach wenigen Sekunden ist der Rucksack gefunden.

Hier bei der Suche nach Verschütteten in Lawinen muss alles sehr schnell gehen. Denn Zeit dürfen sich weder der Hund noch der Führer nehmen. Für die Verschütteten zählt jede Minute.

Die Alpine Rettung Schweiz mit den Lawinenhunden

In der Schweiz sind im Winter 140 Hundeführer und Hundeführerinnen mit ihren Tieren im Einsatz. Diese stehen im Winter immer bereit. Tritt ein Ernstfall ein, wird der Hundeführer direkt vom Helikopter vor seinem Haus abgeholt.

Um sich darauf vorzubereiten bleiben ihm zehn Minuten Zeit. Danach fliegt der Helikopter den Rettungshund und den Hundeführer in das Lawinengebiet.

Hier verschafft sich der Hundeführer aus der Luft einen ersten Überblick über die Situation.

Dies ist wichtig, denn so kann ungefähr eingegrenzt werden, wo die Lawine zum Stillstand kam und wo sich die Verschütteten befinden könnten.

Lawinenhunde und Rettungshunde Schweiz
Lawinenhund bei Rettung Menschen
Training Lawinenhunde Ausbildung Schweiz
Lawinenhund im Einsatz Schnee Rettung Hunde

Zusätzlich zu den Technischen Hilfsmitteln wie den Lawinen Veschütteten Suchgeräten und den Sondierstangen kommen auch die Hunde zum Einsatz. Die Hunde sind darauf trainiert das Gebiet systematisch abzusuchen. So müssen die Hunde sich voll und ganz auf die Arbeit konzentrieren.

Sie dürfen sich weder von landenden Motoren, wie Rega Hubschraubern oder anderen Hunden bei der Arbeit stören lassen. Dies verlangt von den Hunden die absolute Konzentration. Die Suche mittels des Geruchsinns ist für Hunde eine Arbeit, die ihnen alles abverlangt. Und in der ganzen Hektik muss immer auch die Ruhe bewahrt werden, denn es geht um Zeit. Und die Hektik und die Nervosität darf sich keinesfalls vom Hundeführer auf das Tier übertragen.
Die Hunde spüren durchaus, dass es jetzt ernst ist.

Für diese Hunde wird Höchstleistung erwartet. Deshalb kann nur hochwertiges Hundefutter in frage kommen. Das Hundefutter ist ein wichtiger Faktor für die Körperkraft, Stärke, Sinne und Gesundheit.

Doch die Suche nach den verschütteten Personen ist für die Hunde noch immer ein Spiel und ein Spass. Der Trieb im Hund, etwas zu Suchen wird explizit gefördert. Die gesamte Ausbildung der Hunde ist immer ein Spiel und wird auch auf dem Such und Spieltrieb der Hunde aufgebaut. Das Training hat immer den Spass für den Hund im Vordergrund.