Zu viel und zu gutes Futter, wenig Bewegung: Erschreckend viele Katzen leiden unter Übergewicht. Das ist alles andere als gesund, denn der Jäger Katze ist von Natur aus auf ein geringes Körpergewicht eingestellt.

Übergewicht wirkt sich so stark auf Herz und Kreislauf aus, es belastet die Gelenke übermäßig und zieht sogar Hormonstörungen und Diabetes mit sich. Lebenserwartung und allgemeines Wohlbefinden werden drastisch reduziert.

Übergewicht – eine Volkskrankheit

Dennoch ist Übergewicht bei Haustieren keine Seltenheit: Nach Angaben des Bundesverbands für Tiergesundheit leiden bereits 40-50% aller Kleintiere an Übergewicht – eine echte Zivilisationskrankheit. Aber viele Tierbesitzer bemerken die Gewichtsprobleme Ihres vierbeinigen Freundes nicht. Kein Wunder: Fettleibigkeit breitet sich aus.

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Ist meine Katze übergewichtig?

Es gibt eine sehr einfache Faustregel für die Gewichtsbestimmung. Wenn die Rippen und Beckenknochen durch das Fell deutlich sichtbar sind, ist die Katze sehr mager.

Das Idealgewicht ist erreicht, wenn die Rippen und Wirbel zwar tastbar, aber nicht sichtbar sind. Wenn die Rippen nicht mehr tastbar oder schwer zu fühlen sind und eine deutliche Fettschicht auf dem Rücken, dem Bauch und der Brust vorhanden ist, ist die Katze übergewichtig.

Ab diesem Zeitpunkt ist Handeln angesagt, denn Übergewicht schränkt die Lebensfreiheit der Katze immens ein. Es kommt zu einem Teufelskreis: Eine übergewichtige Katze fühlt sich nicht wohl, da sie sich selten so bewegen kann, wie sie will.

Selbst Putzen fällt ihr schwer. Sie spielt weniger, verbrennt darum auch weniger Kalorien und frisst vermehrt. Dies wiederum begünstigt die Fettleibigkei.

Dabei gibt es kein Idealgewicht für alle Katzen: Eine „normale“ Hauskatze hat übrigens ein Idealgewicht von 3 bis 4,5 Kilogramm, ein Perser darf bis zu 6 Kilogramm wiegen.

Natürlich hängt das Idealgewicht aber auch von der individuellen Größe der Katze ab – im Zweifelsfall beurteilen Sie den Futterzustand Ihres Tieres nach oben genannter Faustregel oder ziehen den Tierarzt zu Rate.

Diät für Fellnasen

Wer meint, seine Katze von heute auf morgen auf Diät setzen zu müssen, irrt. Baut der Körper sehr schnell sämtliche Fettdepots ab, kommt es zu einer gefährlichen Überlastung der Ausscheidungsorgane und Leberschäden, da der Körper die frei gewordenen Schadstoffe nicht schnell genug abbauen kann.

Reduzieren Sie die aktuelle Futterration darum langsam und suchen einen Tierarzt auf, um mit ihm einen längerfristigen und gesunden Weg zur Gewichtsreduzierung auszuarbeiten. Sie können aber auch selber eine Menge tun, damit ihre Katze ihr Normalgewicht hält:

  • Stellen Sie kein Futter zur freien Verfügung, sondern füttern Ihrer Katze etwa dreimal täglich kleine Portionen
  • Spielen Sie regelmäßig mit Ihrer Katze, denn Spielen und Jagen verbrennt Kalorien
  • Verfüttern Sie nur fettarme Snacks
  • Diät-Futter ist besonders kalorienarm
  • Seien Sie konsequent!
  • Die Gewichtsveränderung Ihrer Katze können Sie am besten anhand von Fotos beurteilen

Wir wünschen Ihrer Katze viel Erfolg beim Abnehmen!